Problem-based Learning

Definition:

Problem-based Learning (PBL) ist ein Ansatz zur Strukturierung von Lerneinheiten, bei dem Studenten mit komplexen Problemen aus der Praxis konfrontiert werden, die sie in eigenständiger Gruppenarbeit selbst bearbeiten.

Prototypischer Verlauf:

  • Präsentation der Problemstellung durch die Lehrperson
  • Diskussion der Problemstellung in der Kleingruppe
  • Individuelle Lernphase
  • Treffen in Kleingruppen
  • Präsentation der Ergebnisse

Potential des Konzepts:

  • Erhöhte Motivation der Studierenden durch kombinierte Vermittlung von Inhalten und Methoden

->       Vermittlung von Fachwissen  und fachbezogenen            
           Problemlösestrategien (praktische Anwendbarkeit des Wissens)

->       Vermittlung von Soft Skills (soziale Kompetenzen,
           Selbstregulationsfähigkeiten, Präsentationskompetenzen)

  • Empirische Studien

Risiken des Konzepts:

  • Besteht eine zu große Heterogenität der Gruppe hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse, ist eine effektive Diskussion aller Teilnehmer nicht mehr möglich
  • Mehr Zeitaufwand für Lernende und Lehrende, vor allem bei der Umstellung auf PBL
  • Andere Kompetenzanforderungen an den Lehrenden: nicht so sehr dozierend, als vielmehr beratende und moderierende Kompetenzen

Weiterführende Literatur/Links:

Javies, J.; de Graaff, E.; Kolmos, A. (2011): PBL across the disciplines: research into best practice.” Aalborg University Press 2011.

Zumbach, J. (2006): Problembasiertes  Lernen:  Überlegungen  und  Ansatz  für eine lernerzentrierte Didaktik.

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