Reality Learning

Der Alltag auf dem „Bau“ gilt als hart und der „Pfusch im Bauwesen“ ist allgemein bekannt. Zudem ist nachgewiesen, dass ein Großteil der Fehler durch mangelhafte oder gänzlich fehlende Kommunikation der Beteiligten entsteht. In diesem Projekt sollen die Studierenden die Realität des alltäglichen Geschäfts im Bauwesen bereits im Studium erlernen. Dazu wird ein aktuelles, großes Bauprojekt in der näheren Umgebung ausgewählt. Die Studierenden bekommen Informationen wie z.B. Teile der Projektausschreibung als Grundlage und entwickeln daraus ein Planungs- und Berechnungskonzept. Die praktischen Probleme gehen über das Bekannte hinaus, so dass entdeckendes Lernen nach dem Trial and Error-Prinzip gefördert wird. Die Studierenden werden zu aktiven Lernern und das Wissen geht von der Oberflächen- in die Tiefenstruktur über. Dabei lässt die Form des Arbeitens sowohl eine inhaltliche sowie zeitliche Differenzierung zu, so dass sich jeder Studierende auf seinem individuellen Niveau weiterentwickeln kann. In einem iterativen Prozess, in dem die einzelnen Gruppen ihre Konzepte in der wöchentlichen Baubesprechung präsentieren und diskutieren, werden Entscheidungen getroffen. Das Rollenspiel Baubesprechung als zentraler Baustein des Reality Learning wird videoaufgezeichnet, so dass Kommunikations- und Präsentationsprozesse selbstreflektiv verbessert werden können. So werden aktiv und nachhaltig Basiskompetenzen erlernt, die im späteren Berufsleben von immenser Bedeutung sind.

Dieses Projekt ist Teil des Exploratory Teaching Space (ETS) der RWTH Aachen und wurde 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

ANSPRECHPARTNER

Prof. Dr.-Ing. Martin Ziegler (RWTH Aachen University)
Geotechnik im Bauwesen

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Lehrstuhls:
Geotechnik im Bauwesen

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