PeP im Physikalischen Praktikum für Nebenfachstudierende – Präsentationen ersetzen Protokolle

Eingebettet in das Physikalische Praktikum hält jeder Studierende aus fünf Bachelor-Studiengängen im Verlauf des Praktikums einmal einen ca. 15-minütigen, computergestützten Vortrag vor sieben seiner Kommilitonen und einem Versuchsbetreuer, in dem er Grundlagen und Ergebnisse eines vorangegangenen Praktikumsversuchs vorstellt. Derzeit werden jährlich insgesamt ca. 380 Studierende des 2. oder 3. Fachsemesters aus den Studiengängen Biologie und Biotechnologie, Chemie, Lehramt Physik, Materialwissenschaften und Werkstoffingenieurwesen erfasst.

Im Zuge einer umfangreichen Evaluation des ersten Praktikums-Jahrgangs von Chemie-Studierenden, in dem die Präsentationen zum Einsatz kamen, wurde eine sehr inhomogene Feedbackkultur zu den Vorträgen seitens der Praktikumsbetreuer beobachtet. Zudem war der überwiegende Anteil des Feedbacks fachlichen Aspekten gewidmet, während die angestrebte Adressierung von überfachlichen Kompetenzen – hier Fähigkeiten der mündlichen Präsentation – oft sehr kurz geriet. Deshalb wurde einerseits Material für eine Betreuerschulung, andererseits ein Feedbackbogen entwickelt. Beide Instrumente werden inzwischen regelmäßig eingesetzt: Die Betreuerschulung findet jeweils am Semesteranfang statt; der Feedbackbogen wird während bzw. nach jedem Vortrag durch den jeweiligen Versuchsbetreuer ausgefüllt und anschließend dem Studierenden ausgehändigt. Auf diese Weise erhält im Verlauf des Praktikums jeder Studierende eine schriftliche Rückmeldung zu seinem Vortrag, wobei methodische Aspekte des Vortrages in dieser Rückmeldung in den Vordergrund gerückt wurden. Der Feedbackbogen wurde zudem derart gestaltet, dass konstruktives Feedback gefördert wird. Sowohl die Vorträge als auch das Feedback zu ihnen werden von den Studierenden sehr positiv bewertet.

Gerne geben wir die entwickelten Feedbackbögen an andere Dozenten weiter, welche diese (ggf. in modifizierter Form) in ihren Lehrveranstaltungen einsetzen möchten, und stehen für Beratungen zur Verfügung

Dieses Projekt ist Teil des Exploratory Teaching Space (ETS) der RWTH Aachen und wurde 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

ANSPRECHPARTNERIN

Prof. Dr. Heidrun Heinke (RWTH Aachen University)
I. Physikalisches Institut IA der RWTH Aachen

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Lehrstuhls:
I. Physikalisches Institut IA der RWTH Aachen

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