Das Lehrportfolio

DEFINITION

„In einem Lehrportfolio beschreibt und reflektiert ein Hochschullehrer seine wesentlichen Tätigkeiten und Leistungen im Bereich der Lehre. Die Hochschullehrperson gibt in übersichtlicher und strukturierter Form Auskunft über die Quantität und Qualität ihrer Lehraktivitäten und belegt dies mit entsprechenden Dokumenten. Die Länge und der Umfang eines Lehrportfolios sind nicht festgelegt, sondern hängen wesentlich von der Dauer, dem Umfang und dem Bereich der Lehrerfahrung der Verfassenden ab.“ (von Queis, 2005)

 

BEST PRACTICE BEISPIELE

 

PROTOTYPISCHER ABLAUF

  • Im Lehrportfolio erarbeitet der/die Dozent/in die Struktur seines/ihres Unterrichts anhand verschiedener Komponenten
  • Strukturkomponenten bilden die praktische Grundlage der Lehre, wie beispielsweise pädagogische Ziele, Inhalte, Methoden, sowie Unterrichtsmittel (Medien)
  • Die Faktorenanalyse liefert eine wissenschaftliche Basis für die Strukturkomponenten. Diese hilft dem Lehrenden, die Hintergründe seiner Lehrentscheidungen zu durchleuchten und gegebenenfalls einen Veränderungsprozess einzuleiten
  • Das Lehrportfolio folgt in seiner grundlegenden Struktur dem Lerntheoretischen („Berliner“) Modell

 

POTENZIALE EINES LEHRPORTFOLIOS

  • Darstellung der eigenen Lehrleistung auf Grundlage empirischer Bewertungskriterien
  • Das Lehrportfolio bietet die Möglichkeit, durch langfristige Selbstreflektion und Dokumentation die ganze Breite von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Einstellungen, Lehrphilosophien und Methoden zu betrachten

 

RISIKEN EINES LEHRPORTFOLIOS

  • Die Erstellung des Portfolios ist zeitaufwändig und erfordert eine hohe Eigenmotivation

  • Die Meta-Reflexion der Lehr-Lernphilosophie erfordert eine theoretische Wissensbasis im Bereich der Didaktik und Pädagogik, die bei den Lehrenden nicht vorausgesetzt werden sollte

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR/ LINKS

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