Constructive Alignment

DEFINITION

Constructive Alignment ist ein grundlegendes Gestaltungskonzept für die Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen sowie der dazugehörigen Prüfung und ist unabhängig von Fachdisziplin und Fachinhalt anwendbar (Biggs/Tang 2011). Die Forderungen des Constructive Alignment sind als Plädoyer gegen das rein reproduzierende Lernen eng verbunden mit den Konzepten der Kompetenz- und Outcome-Orientierung sowie der Studierendenzentrierung.

Im Zentrum des Konzeptes steht das Zusammenspiel von Lehr- und Lernmethoden, Prüfungsmethoden und Lernergebnissen. Die wechselseitige Abhängigkeit erfordert eine gezielte Abstimmung der drei Dimensionen um so einen optimalen Lehr-Lern-Erfolg zu erreichen.


BEST PRACTICE BEISPIELE

  • Umsetzung des Constructive Alignment zur Förderung interkulturelle Kompetenzen in den Ingenieurwissenschaften:

    Online Vorlesung „Als Ingenieur die Zukunft gestalten – Eine globale Herausforderung“ Kooperation der TU Dortmund und der University of Virginia in Charlottesville (uVa)  (Moore/May/Wold 2012)
  • Umsetzung des Constructive Alignment in der Lehrerausbildung im Fach Theologie:

    Entwicklung eines Lehr- und Prüfungskonzeptes im Sinne des Constructive Alignment TU Dortmund

 

PROTOTYPISCHER ABLAUF

  • für die Lehrpraxis bedeutet die Umsetzung des Constructive Alignment Lehrveranstaltungen an den angestrebten learning outcomes („outcome statement“) auszurichten und so zu gestalten, dass die Studierenden die angestrebten outcomes in einem aktiven Lernprozess durch ihre Tätigkeit erreichen können und der Grad der Zielerreichung überprüfbar ist
  • 1. Definition von learning outcomes
  • 2. Prüfungskonzeption, die die Überprüfung der learning outcomes sicher stellt
  • 3. Lehrveranstaltungskonzeption (Inhalte, Didaktik, Methodik), die die relevanten learning-outcomes in einem aktiven Lernprozess vermittelt

 

POTENZIALE VON CONSTRUCTIVE ALIGNMENT

  • fach- und studiengangunabhängig einsetzbares Universalkonzept und Modell zur Lehrplanung
  • bietet einen strukturierten Leitfaden zur Lehrveranstaltungskonzeption
  • zieht einen „roten Faden“ durch die gesamte Lehrveranstaltung 
  • aktiviert  die Studierenden
  • stellt die Übereinstimmung von Lehr- und Prüfungsstoff sicher
  • fördert die kritische Reflexion der eigenen Lehr- und Prüfungspraxis
  • mögliches Instrument zur Evaluierung von Studiengängen und Prüfungsordnungen

 

RISIKEN VON CONSTRUCTIVE ALIGNMENT

  • erhöhter Zeitaufwand und Komplexität für den Lehrenden bei der Erstkonzeption
  • erhöhter Zeitaufwand und Komplexität  für die Studierenden aufgrund mehrdimensionaler Lern- und Prüfungsleistungen 

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR/ LINKS

Baumert, Britta, Dominik May. 2013. Constructive Alignment als didaktisches Konzept. Lehre planen in den Ingenieur- und Geisteswissenschaften. Journal Hochschuldidaktik 24 1-2: 23-27. Dortmund: Zentrum für Hochschulbildung (ZHB).

Biggs, John and Catherine Tang. Teaching for Quality Learning at University. Fourth Edition. 2011. Berkshire: Open University Press.

May, Dominik, Stephanie Moore, und Matvej Eggeling. 2013. Transnationales kooperatives Lernen für Studierende der Ingenieurwissenschaften mittels Online-Lehrumgebungen zur Ausbildung interkultureller Kompetenz. In TeachING-LearningING.EU discussions – Innovationen für die Zukunft der Ingenieurausbildung. Tekkaya, A. Erman et.al (Hrsg.), 233-241. Aachen, Bochum, Dortmund: TeachING-LearnING.EU.

Moore, Stephanie, Dominik May, und Kari Wold. 2012. Developing Cultural Competences in Engineering trough Transnational Distance Learning. In Transnational Distance Learning and Building New Markets for Universities. Hogan, Robert (ed.), 210-228. Hershey (PA/USA): IGI Global.

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