Blended Learning

DEFINITION

Blended Learning, oder auch hybrides Lernen, ist ein Lehr-/Lernkonzept, das Präsenzveranstaltungen mit virtuellem Lernen auf Basis neuer Informations- und Kommunikationstechnologien ergänzt. Dabei können verschiedene internetbasierte Werkzeuge wie z.B. Foren, Chats oder Wikis zum Einsatz kommen. Durch eine/n Moderator/in wird der Lernprozess unterstützt.

 

BEST PRACTICE BEISPIELE

  • SCHOLA-21 bietet die Möglichkeit online-unterstützte Lernprozesse durchzuführen. Es handelt sich um ein Angebot für alle Altersstufen und Schulformen.
  • ThinkQuest ist eine internationale Kommunikationsplattform für Schulen, auf der Lehrer/innen und Schüler/innen Lernprojekte erstellen können. Leider wurde das Projekt in 2013 nicht verlängert.

 

PROTOTYPISCHER ABLAUF

  • Einführung zum Ablauf und zum Aufbau der Lehrveranstaltung in einem Präsenztreffen
  • Kennenlernen der Teilnehmenden
  • Organisation der Online-Phasen mit Hilfe einer internetbasierten Plattform
  • Der Kurs wird in thematische Abschnitte unterteilt, die jeweils eine bestimmte Dauer aufweisen (z.B. eine Woche)
  • Der Moderator legt für jeden Abschnitt konkrete Aufgabenstellungen auf der Plattform ab, die von den Teilnehmenden innerhalb einer bestimmten Zeit bearbeitet werden müssen
  • Die Aufgaben sollen sowohl zum Online-Lernen anregen, als auch das Arbeiten in Gruppen fördern
  • Zur Bearbeitung der Aufgaben können verschiedene Online-Werkzeuge genutzt werden (Chat, E-Mail)
  • Durch synchrone Chats können ebenfalls gemeinsame Arbeitsphasen initiiert werden
  • Online-Phasen können durch Präsenztreffen ergänzt werden
  • Am Ende des Kurses ist eine Präsenzveranstaltung sinnvoll, um die Ergebnisse zu diskutieren und die Arbeitsphase zu evaluieren

 

POTENZIALE VON BLENDED LEARNING

  • Nutzung neuerer Informations- und Kommunikationstechnologien, die sich durch Ubiquitarität auszeichnen, führen zu höherer Motivation und somit zu besseren Lerneffekten
  • Der Lernprozess (z.B. Lerntempo)  kann zum größten Teil selbstständig geplant und gestaltet werden
  • Lernen ist unabhängig von Zeit und Ort
  • Es sind Aufnahmekanäle für jeden Lerntypen vorhanden (Video, Audio, Text)
  • Unterschiedliches Vorwissen der Teilnehmenden kann ausgeglichen werden

 

RISIKEN VON BLENDED LEARNING

  • Probleme mit dem Lernen vor dem Bildschirm
  • Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz sind notwendig
  • Technische Ausstattung muss vorhanden sein
  • Verständnisfragen können nicht unmittelbar geklärt werden

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR/LINKS

Mandl, H. & Kopp, B. (2006). Blended Learning: Forschungsfragen und Perspektiven

(Forschungsbericht Nr. 182). München: Ludwig-Maximilians-Universität, Department

Psychologie, Institut für Pädagogische Psychologie.

www.e-teaching.org/glossar/blended-learning

www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/lernenmitmedien/blended+learning/

www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-2001/nuissl01_01.pdf

www.bildungsportal.at/ausbildung/blended_learning.htm

Beispiele:

Schola 21 Informationsflyer (PDF)

http://www.thinkquest.org/de/

September 2017
MoDiMiDoFrSaSo
3528293031123
3645678910
3711121314151617
3818192021222324
392526272829301