Das Otnit-Projekt: Ein Modellversuch zur praxisbezogenen Lehre in den Geisteswissenschaften

HOCHSCHULE / JAHR

Johannes Gutenberg-Universität Mainz / 2013-14


KONZEPT

Angesichts unklarer Karrierewege ist es für Studierende der Geisteswissenschaften besonders wichtig, neben fachlichen auch handlungsbezogene Kompetenzen zu entwickeln. Wie dies im Rahmen einer akademischen Lehrveranstaltung gelingen kann, möchte das Otnit-Projekt modellhaft erproben. In einem auf zwei Semester angelegten Projektseminar werden die Studierenden mit einer konkreten Aufgabe betraut: Sie sollen in Form einer Bühnenadaption einen Text für ein städtisches Publikum erschließen, der außerhalb eines engen Expertenkreises noch wenig bekannt ist: das mittelalterliche Otnit-Epos. Diese Aufgabe verlangt den Studierenden ein breites Spektrum von Kompetenzen ab; ihre Entwicklung wird durch eine spezielle Seminararchitektur befördert. Sie beinhaltet sowohl die Einbindung qualifizierter Expertinnen und Experten aus so unterschiedlichen Berufsfeldern wie Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit oder Projektmanagement als auch die Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen wie der Hochschule für Musik (Prof. Birger Petersen) und der Fachhochschule Mainz (Lehreinheit Kommunikationsdesign; Prof. Anna-Lisa Schönecker). Das Ergebnis dieses interdisziplinären Prozesses wird dem Publikum im Herbst 2014 präsentiert werden. Die aus dem Otnit-Projekt gewonnen Erfahrungen sollen sorgfältig dokumentiert werden und in die Konzeption einer Fachtagung eingehen, die überregional das Gespräch über projektorientierte Lehrformen und die Gestaltung von Praxismodulen anregen will.

Das Otnit-Projekt wird als ‚Innovatives Lehrprojekt‘ durch das Gutenberg-Lehrkolleg der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gefördert.

Den entsprechenden Artikel finden Sie unter folgendem Link:
http://www.glk.uni-mainz.de/Dateien/Zusammenfassung_HP_Jolie.pdf

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