e-Prüfungen

DEFINITION

Der Begriff e-assessment wurde in den 90er Jahren als Überbegriff für computer-assisted assessment, computer-based assessment und online-assessment eingeführt.

e-Assessment bezeichnet die Leistungsbeurteilung, bei der in den Arbeitsschritten der Erstellung, Durchführung und Auswertung von Lehrenden und Lernenden ein Computer genutzt wird (JISQ 2007). Die deutsche Übersetzung ePrüfung findet wenig Verwendung in der Literatur.  Je nach Einsatzszenario werden andere Begriffe wie e-Klausur, e-examination oder Online-Klausur genutzt.

 

BEST PRACTICE BEISPIELE

  • RWTH Aachen: Vorlesung „Kommunikation- und Organisationsentwicklung“ (IMA/ZLW & IfU): Einsatz des Online-Prüfungssystems (OPS) für ca. 1400 Bachelor-Studierende Maschinenbau
  • Freie Universität Berlin: Center für Digitale Systeme (CeDiS) nutzt die Prüfungssoftware LPLUS-TestStudio
  • Universität Gießen: Nutzen der Open-Source Lernplattform ILIAS

 

PROTOTYPISCHER ABLAUF

  • Termin- und Raumplanung für die Klausur
  • Teilnehmermanagement: Anlegen von Logins für Studierende
  • Erstellung von Klausurfragen und Dokumenten für die Prüfung
  • Einstellen von Klausurfragen in das ausgewählte Prüfungssystem
  • Durchführen der Klausur in den Räumlichkeiten der Hochschule
  • Automatische Auswertung der Klausur durch das System
  • Ergebnisbekanntgabe
  • Einsicht zur Klausur
  • Archivierung der Prüfungen

 

POTENZIALE VON E-PRÜFUNGEN

  • Vereinfachte Verwaltung und Wiederverwendung der Fragen durch Verwendung von Fragepools (Zeitersparnis)
  • Zurückgreifen auf große Auswahl an Fragetypen: MC, Freitextfragen etc.
  • Zufallsgesteuerte Zusammenstellung der Fragen
  • Wiederholbarer, identischer Ablauf
  • Automatische Beendigung der Klausur erhöht Gleichbehandlung der Studierenden
  • Beschleunigte Ergebnisrückmeldung
  • Erhöhte Gütekriterien durch standardisierte Abläufe
  • Automatisierte Auswertbarkeit: Einsparung von Zeit
  • Bessere Lesbarkeit im Fall von Freitextantworten

 

RISIKEN VON E-PRÜFUNGEN

  • (einmaliger) Zeitaufwand zur Einarbeitung in die neue Software und zur Erstellung der Fragen
  • Abfrage aller Prüfungsinhalte nicht möglich
  • Unterschiedliche Computerkenntnisse können inhaltliche Auswirkungen bezüglich der Prüfungsleistung haben
  • Stabilität und Zuverlässigkeit des Systems
  • Verfügbarkeit von Räumen mit Computerplätzen
  • Gefahr, dass Daten nicht gespeichert werden, in diesem Fall ist eine Auswertung nicht möglich
  • keine automatische Auswertung bei offenen und halboffenen Fragen

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR/ LINKS

Michael Vogt, Stefan Schneider. 2009. E-Klausuren an Hochschulen. Didaktik, Technik, Systeme, Recht, Praxis. 1. Auflage. Koordinationsstelle Multimedia, JLU Gießen.

Joan Florian Stieler. 2011. Validität summativer Prüfungen. Überlegungen zur Gestaltung von Klausuren, 25-110.  Bielefeld: Janus Software Projekte GmbH.

JISC Joint Information Systems Comittee. 2007. Effective Practice with e-Assessment. An Overview of technologies, policies and practice in further and higher education.

E-Assessment und E Klausuren an Hochschulen. E-Prüfungen an Hochschulen.
ep.elan-ev.de/wiki/MC-Fragen_erstellen

www.e-examinations.fu-berlin.de

 

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