Remote Labore

DEFINITION

„Remote laboratories are local laboratory that are accessed via Internet, at different places but at the same time. […] Those are real devices remotely controlled over Internet“ (Fayolle et al. 2010).

„Remote Labore [sind] reale Experimente, die von einem Standort außerhalb des Labors kontrolliert werden. Remote Experimente bestehen aus zwei zentralen Komponenten, dem eigentlichen Versuchsaufbau einerseits und andererseits der Technologie, die dem Remote-Zugriff ermöglicht“ (Jeschke et al. 2005).

 

BEST PRACTICE BEISPIELE

  • TU Berlin – Remote Farm: zahlreiche Experimente in den Bereichen „Classic Physics“, „Modern Physics“ und „Fourier Transform“ inklusive Live Experimente.
  • Universität Kaiserslautern - eTeaching: Im virtuellen Lab der Website sind derzeit 10 Experimente abrufbar, die ihren realen Standort in den Räumlichkeiten der TU Kaiserslautern (FB Physik) haben. Der/die Lernende erhält zu jedem Experiment eine Einführung, eine Beschreibung des Versuchsaufbaus, eine Erklärung der Theorie, Aufgaben, eine Auswertung, Diskussionsfragen, fachliches und didaktisches Material und die Kontaktdaten des Experiment-Betreuers.

 

PROTOTYPISCHER ABLAUF

  • Aufbau eines realen Labors, in dem das Experiment stattfindet
  • Fernsteuerung (remote) des Experiments mittels einer Software am Computer, z.B. LabView

 

POTENZIALE VON REMOTE LABOREN

  • Vermittlung realer Laborerfahrungen (‚hands-on‘-Erfahrungen)
  • Erwerb überfachlicher Fähigkeiten (z.B. Problemlösungsfähigkeiten)
  • Förderung des Verständnises für wissenschaftliche Konzepte
  • Steigerung der Motivation bei Studierenden (eigenständiges Arbeiten/ Problemlösen)
  • Wiederholbarkeit der Experimente für den Lerneffekt
  • flexibel einsetzbar: Vorlesungen als Selbstlerninstrument für Projektarabeiten
  • Barrierefreiheit: Nutzung für Menschen mit Behinderung möglich
  • Förderung des Distance Learning: ermöglicht flexibles (zeit- und ortsunabhängig) und lebenslanges Lernen

 

RISIKEN VON REMOTE LABOREN

  • gefährliche Experimente sind nicht durchführbar
  • reales Experiment muss immer wieder neu aufgebaut werden
  • gleichzeitiger Zugriff auf Experiment ist nicht oder nur bedingt möglich

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR/ LINKS

Jacques Fayolle, Christophe Gravier, Benjamin Jailly. 2010. Collaborative remote laboratory in virtual world. In 10th WSEAS International Conference on Applied Informatics and Communication (AIC ’10). Taipei. China.

Sabina Jeschke, Thomas Richter, H. Scheel, R. Seiler, C. Thomsen. 2005. Das Experiment und die eLTR-Technologien: Magnetismus in Virtuellen Laboren und Remote-Experimenten. In Marktplatz Internet: Von e-Learning bis e-Payment. Bonn. Germany. Lectures Notes in Informatics LNI. Science of the GEsellschaft Für Informatik, vol. 72, 236-243.

Christophe Gravier, Jacques Fayolle, Bernard Bayard, Mikael Ates, Jeremy Lardon. 2008. State of the art about remote laboratories paradigms: foundations of ongoing mutations. In International Journal of Online Engineering, Nr. 4.

Live-Stream zur Remote Farm:
http://remote.physik.tu-berlin.de/en/live-streams/

http://remotelaboratory.com/remote-laboratories/what-are-remote-laboratories/

http://www.e-teaching.org/didaktik/gestaltung/virtuelles_Labor/index_html#remote

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